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Casino Display

Über uns

Ein Ort der Arbeit, der Erkundung, des Austauschs und der Orientierung, dessen Ziel es ist, kreative junge Menschen zu fördern und zu unterstützen. Die Programmgestaltung für das Casino Display erfolgt durch das Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain.

Experimental Re(é)[flex|ct|ion] Expérimentale, Photo: Samantha Wilvert

In Abstimmung mit dem Kulturministerium hat das Casino Luxembourg im Februar 2021 die Programmierung der Galerie Konschthaus Beim Engel übernommen und so seinen Aktionsradius erweitert. Der Ort trägt nun den Namen Casino Display.

Da es in Luxemburg weder Kunsthochschulen noch entsprechende akademische Einrichtungen für zeitgenössische Kunst gibt, war die Schaffung einer Plattform, deren Ziel die Förderung jungen kreativen Schaffens und junger Kreativer heute und in Zukunft ist, von essentieller Bedeutung.

Eine der Aufgaben wird darin bestehen, junge Menschen zu beraten, um sie mit den verschiedenen kreativen Studiengängen an Kunsthochschulen und der Vielfalt der Berufsmöglichkeiten vertraut zu machen. Zu diesem Zweck fördert das Programm des Casino Display insbesondere den gegenseitigen Austausch und interdisziplinäre Begegnungen.

Parallel dazu wird das Casino Luxembourg das ganze Jahr auch an vier Kunstschulen aktiv sein, mit denen eine Partnerschaftsvereinbarung getroffen wurde (ÉSAL – École supérieure d'art de Lorraine, Metz/Épinal; ENSAD – École nationale supérieure d’art et de design, Nancy; HEAR – Haute École des arts du Rhin, Straßburg/Mulhouse; HBKsaar – Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken). Diese Info- und Austauschtätigkeit bietet ausgewählten Schüler*innen auch die Möglichkeit, im Casino Display auszustellen.

ARTMIX 2024

Im Sinne der interkulturellen Zusammenarbeit zwischen Luxemburg und dem Saarland und um luxemburgischen und deutschen bildenden Künstler*innen und Kurator*innen die Möglichkeit zu geben, gemeinsame Projekte zu initiieren, haben sich die Städte Luxemburg und Saarbrücken zusammengeschlossen, um das grenzüberschreitende Projekt ARTMIX in zweijähriger Form neu zu beleben. 

ARTMIX wird in seiner neuen Form vom Cercle Cité, neimënster, der Stadt Luxemburg und der Stadt Saarbrücken getragen, um die aufstrebende Szene in der Großregion zu unterstützen. Das Casino Display tritt als Partner auf und wird ein Networking-Programm leiten, das Künstler*innen die Möglichkeit bietet, direkt mit Fachleuten aus dem Kunstsektor in Kontakt zu treten.

Eine Expertenjury wird eine·n luxemburgische·n und eine·n deutsche·n Künstler*in sowie eine·n Kurator*in oder ein Kuratorenteam auswählen, die gemeinsam an Künstlerresidenzen in neimënster und der Stadtgalerie Saarbrücken teilnehmen werden. Eine gemeinsame Ausstellung wird im Sommer 2024 im Ratskeller des Cercle Cité und in der Stadtgalerie Saarbrücken stattfinden.

Die Bewerbungen sind geschlossen.

Künstlerresidenzen

Océane Muller, Rivage Confondu, vue de l'exposition. Photo : Nola Visuals

Casino Display bietet auch eine sechsmonatige Künstlerresidenz an. Diese ist ein Teil der natürlichen Entwicklung und des kontinuierlichen Ausbaus des Residenzprogramms, das das Casino Luxemburg seit 2010 verfolgt. Die Residenz im Casino Display ist in erster Linie als eine Zeit der Forschung und des Dialogs gedacht. Das Ergebnis der Residenz kann eine Ausstellung sein, aber im Grunde genommen sind keine fertigen Ergebnisse vorgeschrieben.

Vergangene Künstlerresidenzen

2023

Océane Muller – Rivage Confondu

2022 

Lynn Klemmer: WHAT FIRES TOGETHER WIRES TOGETHER / I Will Not Return to a Universe of Objects That Don't Know Each Other 
Kuratorin: Nadina Faljic

2021 

Andrea Mancini – New Age Landscape
Kuratorin in Residenz: Nadina Faljic, Co-Kommissariat von Christine Walentiny

Sticky Flames. Bodies, Objects and Affects
Gruppenausstellung mit Alexandre Caretti, Ksenia Khmelnitskaya, Darja Linder, Jonathan Maus, Bruno Oliveira
Kuratorin in Residenz: Nadina Faljic, Co-Kommissariat von Mnemozine

 

Forschung

© Uriel Ladino

Als Raum für künstlerische Forschung veranstaltet das Casino Display zwischen September 2023 und Februar 2024 die zweite Ausgabe seines künstlerischen Forschungslabors. Ausgehend von einem praxisorientierten Ansatz zur Wissensproduktion bildet das Casino Display einen transdisziplinären Treffpunkt, an dem eine Gruppe von Kunststudierenden auf experimentelles Arbeiten und Denken zurückgreifen kann, um neue Erkenntnisse auszuloten. Den Studierenden wird die Möglichkeit geboten, mit Fachleuten aus der Kunstwelt zu diskutieren und zu experimentieren, während sie gleichzeitig einen Raum zum Erproben unfertiger Ideen, zum Erforschen neuer Konzepte oder zur Umkehrung fester in flexiblere Ontologien nutzen können. Kurz, es soll ein Raum geschaffen werden, in dem der Impuls zum Experimentieren als Motor zum Lernen gedeihen kann. 

Milieus of [Fictions] in Milieus 
September 2023 - Februar 2024

In Residenz: Agnieszka Antkowiak, Emma Dupré, Seohyeon Kim, Maitiú Mac Cárthaigh, Alexis Puget, Josefina Sundblad

Gastredner*innen: Jeff Diamanti (Universität Amsterdam), Dr. Jean Botev (Universität Luxemburg), Sonia D'Alto (unabhängige Kuratorin, Autorin), Alice Twemlow (Universität Amsterdam, Royal Academy of Art, Den Haag - KABK).

Das Milieu bezeichnet die Wahrnehmungswelt, in der sich sowohl Menschen als auch Nicht-Menschen bewegen, während Fiktionen Geschichten, Technologien oder Systeme umfassen, die erschaffen werden, um das Unbekannte zu fassen und zu erforschen. Mit ihrer Praxis intervenieren Kunstschaffende auf beiden Ebenen, indem sie die Fiktionen, die bestehenden Bedeutungen aufrechterhalten, in Frage stellen, Alternativen erfinden und sich mit fiktionalen und konzeptuellen Verlagerungen und Prozessen beschäftigen.  

Nach Experimental Re(é)[flex|ct|ion] Expérimentale 2022-22, werden in dieser zweiten Ausgabe des Artistic Research Lab unbekannte, noch nicht vollständig artikulierte aber durchaus wahrnehmbare Realitäten und Welten entdeckt. Untersucht werden soll, wie die Fiktion als Forschungsmethode eingesetzt werden kann, die ihr eigenes Milieu schafft und gleichzeitig auf andere übergreift. Wie könnte das Potenzial der künstlerischen Forschung aussehen, wenn sie sich von den Grenzen der Sprache löst und sich auf die direkte Auseinandersetzung mit Materialität, Konzepten, Gedanken, Affekten und Gefühlen besinnt, um so bestehende Wissenssysteme zu konfrontieren und neue Narrative zu erschaffen? 

Open Lab:
09.09.2023         
03.02.2024 

Am Ende von zwei der drei Forschungswochen wird im Casino Display ein Open Lab veranstaltet. Der Raum wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die die Teilnehmer*innen besuchen und treffen und sich über ihre Projekte und Ideen austauschen kann. Damit werden zwei Ziele verfolgt: Erstens sollen die Teilnehmer*innen Einblick in Ansätze künstlerischen Denkens/Kreierens erhalten, die normalerweise nur in sehr spezifischen Kontexten wie Post-Master-Kunstakademien und Universitäten, die praxisorientierte Forschung fördern, zu finden sind; zweitens soll eine Plattform geschaffen werden, auf der der Diskurs der künstlerischen Forschung der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

 

Vergangene Forschungslabore :

28.01.2022 – 27.02.2022
Woven in Vegetal Fabric: On Plant Becomings
Gruppenausstellung mit Leonie Brandner, Catherine Duboutay, Carlos Molina
gefolgt von der Veröffentlichung einer Publikation
Künstler-Kurator: Charles Rouleau

septembre 2022 – février 2023
Experimental Re(é)[flex|ct|ion] Expérimentale
Residenzen und Gruppenausstellung mit Erick Fowler, Ludovic Hadjeras, Uriel Ladino, Nguyen Phuong Thao, Katja Pilisi, Razan Sabbagh
Kurator: Charles Rouleau

Künstlerresidenz im schulischen Bereich

« « « « DOCUMENTAIRE ANIMALIER » » » » (AVEC QUATRE GUILLEMETS)

Künstlerin: Emma Dupré 

September - März 2024 

Ausstellung: 23.02 - 04.03.2024
Eröffnung: Freitag, den 23.02.2024 

Ab September 2023 wird in Zusammenarbeit mit der Fondation Sommer und dem Lycée des Arts et Métiers eine neue Residenz in einem schulischen Umfeld eingerichtet. Während dieses Aufenthalts wird die Künstlerin Emma Dupré versuchen, neue Aufmerksamkeitsregime rund um die Nicht-Menschen einzuführen, mit denen wir unseren Alltag teilen, ohne sie zu bemerken. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Zusammenarbeit und der Kontakt zwischen der Künstlerin und den Schüler*innen des Lycée des Arts et Métiers durch eine Reihe von Workshops in den Klassen. Es geht darum, das Banale zu erforschen, das durch die künstlerische Gestaltung neue Dimensionen annehmen kann. Der Schwerpunkt wird auf Gruppenbeobachtung, Rush-Tausch-Praktiken, Drehbuchschreiben und alternativem Low-Cost-Schaffen liegen.   

Um diesen Kontakt noch weiter zu fördern, wird der Künstlerin ein Arbeitsplatz im Lycée des Arts et Métiers zur Verfügung gestellt. Die Schüler*innen können sie dort treffen, ihr täglich begegnen und ihre Überlegungen zum Projekt auch außerhalb der Ateliers fortsetzen.

Der Aufenthalt wird mit einer Ausstellung im Casino Display abgeschlossen, in der die Arbeiten der Schüler*innen und der Künstlerin gezeigt werden. 

Pilotprojekt unterstützt von der Fondation Sommer

Partnerschulen

ENSAD
École nationale supérieure d’art et de design, Nancy

HBKsaar
Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken

HEAR
Haute École des arts du Rhin, Strasbourg/Mulhouse

ÉSAL
École supérieure d’art de Lorraine, Metz/Épinal

Kontakt

Display

Adresse
Casino Display
1, rue de la Loge
L-1945 Luxemburg

(+352) 22 50 45

Besuch vor Ort: nach Vereinbarung