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Casino Display

Display

Über uns

Ein Ort der Arbeit, der Erkundung, des Austauschs und der Orientierung, dessen Ziel es ist, kreative junge Menschen zu fördern und zu unterstützen. Die Programmgestaltung für das Casino Display erfolgt durch das Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain.

In Abstimmung mit dem Kulturministerium hat das Casino Luxembourg im Februar 2021 die Programmierung der Galerie Konschthaus Beim Engel übernommen und so seinen Aktionsradius erweitert. Der Ort trägt nun den Namen Casino Display.

Da es in Luxemburg weder Kunsthochschulen noch entsprechende akademische Einrichtungen für zeitgenössische Kunst gibt, war die Schaffung einer Plattform, deren Ziel die Förderung jungen kreativen Schaffens und junger Kreativer heute und in Zukunft ist, von essentieller Bedeutung.

Eine der Aufgaben wird darin bestehen, junge Menschen zu beraten, um sie mit den verschiedenen kreativen Studiengängen an Kunsthochschulen und der Vielfalt der Berufsmöglichkeiten vertraut zu machen. Zu diesem Zweck fördert das Programm des Casino Display insbesondere den gegenseitigen Austausch und interdisziplinäre Begegnungen.

Parallel dazu wird das Casino Luxembourg das ganze Jahr auch an vier Kunstschulen aktiv sein, mit denen eine Partnerschaftsvereinbarung getroffen wurde (ÉSAL – École supérieure d'art de Lorraine, Metz/Épinal; ENSAD – École nationale supérieure d’art et de design, Nancy; HEAR – Haute École des arts du Rhin, Straßburg/Mulhouse; HBKsaar – Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken). Diese Info- und Austauschtätigkeit bietet ausgewählten Schüler*innen auch die Möglichkeit, im Casino Display auszustellen.

Forschung

Photo : Casino Luxembourg

Ausgehend von einem praxisorientierten Ansatz zur Wissensproduktion bildet das Casino Display einen transdisziplinären Treffpunkt, an dem eine Gruppe von Kunststudierenden auf experimentelles Arbeiten und Denken zurückgreifen kann, um neue Erkenntnisse auszuloten. Den Studierenden wird die Möglichkeit geboten, mit Fachleuten aus der Kunstwelt zu diskutieren und zu experimentieren, während sie gleichzeitig einen Raum zum Erproben unfertiger Ideen, zum Erforschen neuer Konzepte oder zur Umkehrung fester in flexiblere Ontologien nutzen können. Kurz, es soll ein Raum geschaffen werden, in dem der Impuls zum Experimentieren als Motor zum Lernen gedeihen kann. 

Demnächst:

Donnerstag, den 28.03.2024, 19.00 Uhr - 17.00 Uhr
Critical Raw Cartographies
Offene Tür zur Forschungseinheit in Zusammenarbeit mit Jeff Diamanti (Universität Amsterdam) und dem Netherlands Institute for Cultural Analysis

Vergangene Forschungslabore

September 2023 - Februar 2024
Milieus of [Fictions] in Milieus
Gruppenausstellung mit Agnieszka Antkowiak, Emma Dupré, Seohyeon Kim, Maitiú Mac Cárthaigh, Alexis Puget, Josefina Sundblad.
Kurator: Charles Rouleau

September 2022 - Februar 2023
Experimental Re(é)[flex|ct|ion] Expérimentale
Gruppenausstellung mit Erick Fowler, Ludovic Hadjeras, Uriel Ladino, Nguyen Phuong Thao, Katja Pilisi, Razan Sabbagh
gefolgt von der Veröffentlichung einer Publikation
Kurator: Charles Rouleau

28.01.2022 - 27.02.2022
Woven in Vegetal Fabric: On Plant Becomings
Gruppenausstellung mit Leonie Brandner, Catherine Duboutay, Carlos Molina
gefolgt von der Veröffentlichung einer Publikation
Künstler-Kurator: Charles Rouleau

Künstlerresidenzen

ludovic hadjeras, Waiting for foxes, 2022. Photo : Tom Janssen

Casino Display bietet auch eine sechsmonatige Künstlerresidenz an. Diese ist ein Teil der natürlichen Entwicklung und des kontinuierlichen Ausbaus des Residenzprogramms, das das Casino Luxemburg seit 2010 verfolgt. Die Residenz im Casino Display ist in erster Linie als eine Zeit der Forschung und des Dialogs gedacht. Das Ergebnis der Residenz kann eine Ausstellung sein, aber im Grunde genommen sind keine fertigen Ergebnisse vorgeschrieben.

04.03 - 04.08.2024: ludovic hadjeras

ludovic hadjeras (geboren 1996 in Frankreich) ist ein bildender Künstler, dessen Arbeit sich mit Fragen der Identität unter dem Blickwinkel der Beziehungen zwischen Menschen und Nicht-Menschen auseinandersetzt. Seine Praxis konzentriert sich auf die von anderen Tieren bewohnten Räume, mit denen er Kontakt aufnimmt und manchmal sogar zusammenarbeitet. Die Erkundungen des zwischen Amsterdam und Algier hin- und her pendelnden Künstlers und die damit einhergehenden Begegnungen spiegeln sich in seinem Werk, das die Form von Installationen, Skulpturen, Videos und Texten nimmt.  

ludovic hadjeras nahm 2022 am künstlerischen Forschungslabor Experimental Re(é)[flex|ct|ion] Expérimentale im Casino Display teil. Im Jahr 2019 war der Künstler Teil der Gruppe von Studierenden der Haute École des arts du Rhin (HEAR), die die Ausstellung mit dem Titel caméra silex patates germées organisiert hatten. Dort präsentierte er die Performance Le loup ne peut guetter la lune qu’en sortant de la forêt.

www.ludovichadjeras.com

 

Vergangene Künstlerresidenzen

2024

Emma Dupré – «««« DOCUMENTAIRE ANIMALIER »»»»
Künstlerresidenz im schulischen Bereich und Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Lycée des Art et Métiers.
Pilotprojekt unterstützt von der Fondation Sommer

2023

Océane Muller – Rivage Confondu

2022 

Lynn Klemmer: WHAT FIRES TOGETHER WIRES TOGETHER / I Will Not Return to a Universe of Objects That Don't Know Each Other 
Kuratorin: Nadina Faljic

2021 

Andrea Mancini – New Age Landscape
Kuratorin in Residenz: Nadina Faljic, Co-Kommissariat von Christine Walentiny

Sticky Flames. Bodies, Objects and Affects
Gruppenausstellung mit Alexandre Caretti, Ksenia Khmelnitskaya, Darja Linder, Jonathan Maus, Bruno Oliveira
Kuratorin in Residenz: Nadina Faljic, Co-Kommissariat von Mnemozine

ARTMIX 2024: GOSSIP. matters hard to grasp

artmix 2024

Mit: Noé Duboutay, Sophia Lökenhoff, Darja Linder, Hannah Mevis

Doppelausstellung:

02 – 26.05.2024 in der Stadtgalerie Saarbrücken 
04.05 – 30.06.2024 im Cercle Cité  

Im Sinne der interkulturellen Zusammenarbeit zwischen Luxemburg und dem Saarland und um luxemburgischen und deutschen bildenden Künstler*innen und Kurator*innen die Möglichkeit zu geben, gemeinsame Projekte zu initiieren, haben sich die Städte Luxemburg und Saarbrücken zusammengeschlossen, um das grenzüberschreitende Projekt ARTMIX in zweijähriger Form neu zu beleben. 

ARTMIX wird in seiner neuen Form vom Cercle Cité, neimënster, der Stadt Luxemburg und der Stadt Saarbrücken getragen, um die aufstrebende Szene in der Großregion zu unterstützen. Das Casino Display tritt als Partner auf und wird ein Networking-Programm leiten, das Künstler*innen die Möglichkeit bietet, direkt mit Fachleuten aus dem Kunstsektor in Kontakt zu treten.

Die Wahl der Expertenjury fiel auf die Künstler*innen Noé Duboutay (in Zusammenarbeit mit Sophia Lökenhoff) und Darja Linder (in Zusammenarbeit mit Hannah Mevis). Gemeinsam werden sie an Künstlerresidenzen in neimënster und in der Stadtgalerie Saarbrücken teilnehmen. Eine gemeinsame Ausstellung wird im Sommer 2024 im Ratskeller des Cercle Cité und in der Stadtgalerie Saarbrücken stattfinden.

GOSSIP. matters hard to grasp

Bis zum 14. Jahrhundert war "I'm going out with my gossip" (ich gehe mit meiner vertrauten Begleitung aus) eine herkömmliche Aussage von überwiegend weiblich gelesenen und weiblich sozialisierten Personen, um zu beschreiben, dass sie sich mit vertrauten Menschen treffen wollten. Im Kontext der damaligen Zeit bezeichnete "Klatsch" nicht nur Freund*innen, sondern allgemein Menschen, die Weisheit(en) teilten. Die Gossips waren auch für die mündliche Weitergabe von Geschichten zuständig und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Wohlergehen der Gemeinschaft.

Mit dem Aufkommen des Kapitalismus und der damit verbundenen Abwertung des Wissens weiblich gelesenen Personen veränderte sich die Bedeutung des Wortes in Richtung informelles Geschwätz. Heute verkörpert der Begriff nach wie vor die negative Konnotation und die damit verbundene Abwertung von "weiblichen" Wissenssystemen und Tätigkeiten.

Im Sinne der ursprünglichen Bedeutung entwickeln die vier Artmix-Künstler*innen  eine Doppelausstellung, in deren Mittelpunkt die Verflechtung von Erinnerungen und der politische Akt des Wissensaustauschs stehen:

“Wir sind Künstler*innen, Freund*innen und vertraute Gossips, die sich mit persönlichen Hintergründen und Erfahrungen, Körperlichkeiten und Blickpunkten auseinandersetzen. Im kollektiven Widerwillen, sich festgefahrenen Denkmustern zu fügen, suchen wir nach diversen Gegenpositionen, die uns den Kenntnissen vergessener Welten näher bringen. Wir laden dazu ein, unsere (Ver-)Sammlungen mitzuerleben und in schwer greifbare Materien einzutauchen.”

Partnerschulen

ENSAD
École nationale supérieure d’art et de design, Nancy

HBKsaar
Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken

HEAR
Haute École des arts du Rhin, Strasbourg/Mulhouse

ÉSAL
École supérieure d’art de Lorraine, Metz/Épinal

Kontakt

Adresse
Casino Display
1, rue de la Loge
L-1945 Luxemburg

(+352) 22 50 45

Besuch vor Ort: nach Vereinbarung